Einfach mal machen

Martin Schmitz, — 3 Minuten Lesezeit

In den letzten Monaten habe ich mich relativ intensiv mit HTML, CSS und JavaScript auseinandergesetzt – allerdings rein theoretisch. Ich habe also fleißig Blog Posts gelesen, CSS-Tricks durchgescrollt und mich an Free Code Camp probiert. Aber während ich so las und las und las habe ich trotzdem nur wenig dazu gelernt. Deshalb habe ich einfach angefangen, selbst das CSS für diesen Blog zu schreiben – learning by doing und so.

Am „lebenden Objekt“ designt permalink

Da ich zum Glück relativ regelmäßig schreibe (zum Beispiel für die Kármán Hochschulzeitung), hatte ich schon einen gewissen „Grundstock“ an Artikeln, mit denen ich das Styling am Blog ausprobieren konnte. Fertige, „echte“ Artikel nehmen zu können hat den enormen Vorteil, dass daraus auch Anforderungen an den Blog deutlich werden. So habe ich zum Beispiel bisher noch nie Fußzeilen in einem Artikel genutzt – entsprechend sind die auch noch nicht in hübsch auf dem Blog umgesetzt. Sobald das erste Mal eine Fußzeile gebraucht wird, werden Max und ich das dann machen.

Eine der wohl besten CSS-Ressourcen, die mir an vielen Stellen geholfen hat, war Every Layout. Zwei Entwickler stellen auf dieser Seite vor, wie man gutes, stabiles und wartbares CSS schreibt. Dafür beschreiben sie die Implementierung von verschiedenen Layouts, aus denen dann die meisten Seiten „zusammengesetzt“ werden können.

Die "Bausteine" von Every Layout
Die 'Bausteine' von Every Layout. Danke an Andy Bell!

Neben den Layouts gibt es auch noch generellere Tipps zum Umgang mit CSS und etwas food for thought für das Design. Insgesamt sind die Einflüsse auf unser Blog-CSS relativ groß gewesen. Ich habe zum ersten Mal CSS-native Variablen benutzt (anstelle von LESS/SASS-Mixins) und auch einige praktische Tipps übernommen, wie etwa den Stack. Viele der Layouts erfinden zwar das Rad nicht neu, sorgen aber für sehr gut les- und wartbares CSS.

Tatsächlich hat es Spaß gemacht, sich einmal auf dieser ganz handwerklichen Ebene mit Design zu beschäftigen. In der Uni lernt man ja doch eher wenig in die Richtung, und in meinem Job arbeite ich eher an Konzepten und statischen Mock-Ups als an der eigentlichen Umsetzung.

Und was hab ich dabei gelernt? permalink

Auf jeden Fall hat sich der alte Satz bestätigt:

Perfect is the enemy of good

Hätte ich nicht jetzt einfach angefangen, würde ich mich wohl in drei Jahren noch in CSS einlesen anstatt es auszuprobieren. Und so kompliziert ist es jetzt nicht – gerade für statische Blog-Seiten 🙃. Vermutlich ist noch nicht alles perfekt (es ist ja bisher noch nicht einmal alles so, wie ich es gerne hätte), aber der erste Schritt ist getan – und das ist gut. Jetzt muss ich nur noch anfangen, einigermaßen regelmäßig Beiträge zu schreiben. Sonst hat sich die Arbeit ja doch nicht gelohnt.

Außerdem habe ich natürlich ein bisschen mehr über CSS gelernt, was mir in meinem Job mit Sicherheit weiterhelfen wird. Auf mittelfristige Sicht (sprich: sobald ich endlich mit dem Studium fertig bin…) würde ich gerne nicht nur statische Layouts designen, sondern auch bei der Umsetzung helfen. Da hilft mir natürlich alles, was ich vorher an Erfahrung gesammelt habe. Ich bin mal gespannt, wie viel „handwerkliches“ Wissen ich noch aus diesem Blog mitnehmen kann!